Innere Ruhe – wenn Atmung und Herz übereinstimmen

So kommst Du bei Stress in nur 6 Minuten wieder zu innerer Ruhe.

Es gibt unzählige Tipps, Ratgeber und Mittel aus der Apotheke, die eine schnelle Hilfe bei innerer Unruhe versprechen. Dabei ist eine sehr effektive Methode viel nahe liegender und jederzeit verfügbar: Atmen.

Atmen gehört zu den wichtigsten Dingen in unserem Leben. Wir tun es täglich bis zu 20.000 Mal und sind uns doch selten darüber bewusst. Schlimmer noch, wir atmen fast alle falsch.

Während wir als Babys noch in der natürlichen angeborenen und tiefen Bauchatmung atmen, haben wir uns mit dem Älterwerden die flache Brustatmung angewöhnt.

Wer das nicht glaubt, kann den Selbsttest machen:
Lege bei Deinem nächsten Atemzug eine Hand auf Deinen Bauch und atme ein.

Hebt sich Deine Bauchdecke beim Einatmen an und senkt sie sich beim Ausatmen ab? Oder fühlst Du kaum einen Unterschied?
Wenn dem so ist, dann hast Du zu flach in die Brust geatmet.

Mit der normal gewordenen, flachen Brustatmung geht uns nicht nur kostbarer Sauerstoff verloren, wir riskieren auch chronische Folgeerscheinungen wie Konzentrationsmangel, Bluthochdruck, Herzkrankheiten oder ein zu hohen Kohlendioxidgehalt.

Biologisch betrachtet ist die flache Atmung nicht natürlich und wird ursprünglich nur als Stressreaktion vom vegetativen Nervensystem erzeugt, das als oberste Schaltzentrale im Körper die Steuerung und Regulation aller Organe beeinflusst. Bei Stress oder Angst reagiert der für die körperliche Leistungsfähigkeit zuständige Spannungsnerv, auch Sympathikusnerv genannt, mit einer Flucht- und Vermeidungsreaktion und der Ausschüttung von Stresshormonen. Als Folge wird die Atem- und Herzfrequenz erhöht, die Muskulatur stärker durchblutet und die Verdauung verlangsamt. Alle Systeme sind auf Anspannung gestellt.

Glücklicherweise ist unser Körper ein Genie und hat für die Entspannung an einen Gegenspieler gedacht, den Entspannungsnerv oder auch Parasympathikusnerv. Dieser sorgt für körperliche Erholung, Regenerations- und Reparaturprozesse: Blutdruck, Cholesterin- und Insulinspiegel können wieder sinken und die Anspannung der Muskeln kann nachlassen. Die Atemfrequenz normalisiert sich wieder von schnell und flach zu langsam und tief.

Bei normalen Lebensumständen, in denen sich die Phasen von Anspannung und Entspannung abwechseln, überwiegt mal der eine, mal der andere dieser beiden Gegenspieler. Bei Stress, und vor allem bei länger anhaltendem Stress, verschiebt sich die körperliche Balance allerdings zugunsten des Sympathikus, mit dem Ergebnis, dass unser Körper dauernd im Hochleistungsmodus läuft und Erholungszustände nicht mehr oder zu wenig vorkommen. Spätestens jetzt macht sich das Gefühl der inneren Unruhe öfter bemerkbar.

Dazu kommt der Umstand, dass der Sympathikusnerv schon durch minimale Aktion aktiviert wird. Bei den kleinsten Anzeichen von Anspannung beginnt er mit seiner Arbeit. Damit der Parasympathikus aufblühen und für Entspannung sorgen kann, bedarf es einer tiefen inneren und körperlichen Ruhe.

Atmen für innere Ruhe

Aber wie kann man diese Ruhe in einem schnelllebigen und stressigen Alltag für sich erschaffen? Und das am besten noch ohne großen Aufwand oder langem Training.

Mit einer Atemtechnik, beispielsweise der Herzkohärenz-Atemübung. Klingt kompliziert, ist aber supereinfach.

Durch eine langsame und gleichmäßige Atmung mit etwa 6 Atemzügen pro Minute kann eine Übereinstimmung der Atmung mit der Herzfrequenz geschaffen werden. Diese Übereinstimmung heißt Kohärenz und hat als Folge eine innere Ruhe und Harmonisierung, die man sofort spüren kann. Mit dieser Atemübung wird der Sympathikus beim Einatmen und der Parasympathikus beim Ausatmen aktiviert. Somit erhalten wir das gewünschte Gleichgewicht von Anspannung und Entspannung.

Mit der Atemkugel zu innerer Ruhe

Und das Beste ist, es gibt für diese Atemübungen eine wunderbare App, die jedem eine einfache und regelmäßige Anwendung ermöglicht, um so das vegetative Gleichgewicht wiederherzustellen und die Auswirkungen von Stress auf unseren Körper zu reduzieren.

Diese App heißt Atemkugel oder Breath Ball.

Sie wurde entwickelt um mit sehr simplen, aber hocheffektiven Atemübungen Stress zu reduzieren, Bluthochdruck zu senken, COPD Symptome zu lindern, das Einschlafen zu erleichtern und zu innerer Ruhe zu verhelfen.

Durch die regelmäßige Anwendung der Atemübungen mit der Breath Ball App können die notwendigen Regenerationsmechanismen im Körper wieder stattfinden. Und das Schönste an diesem Vorgang ist, dass es im Rahmen einer VNS-Analyse wissenschaftlich mess- und nachweisbar ist.

Die VNS Analyse zeigt einfach, schnell und weltweit wissenschaftlich anerkannt wie unser vegetatives Nervensystem (VNS) reguliert und funktioniert: Wenn ein übergeordnetes System untergeordnete Systeme steuert und reguliert, ist der Funktionszustand des übergeordneten Systems der wichtigste diagnostische Parameter.

Da vom Sympathikus und Parasympathikus innere und äußere Reize registriert und verarbeitet werden, folgen sinnvolle Reaktionen (Regulation) um den Organismus bestmöglich auf die aktuellen Bedürfnisse vorzubereiten, beispielsweise bei akuter Gefahr die Energiebereitstellung.

Eine Störung des vegetativen Nervensystems mit überaktivem Sympathikus und hypoaktivem Parasympathikus führt physiologisch und zwangsläufig zu einer geänderten Erregung des Herzens. Dadurch wird die Herzfrequenzvariabilität, der Abstand von Herzschlag zu Herzschlag, entsprechend verändert und ist somit messbar!

Das Herz rückt bei der VNS Analyse in den Mittelpunkt. Da es direkt von Sympathikus und Parasympathikus über das Reizleitungssystem gesteuert wird, dient es bei der VNS Analyse als Erfolgsorgan, um das vegetative Nervensystem zu messen. Die Herzfrequenzvariabilität gibt Aufschluss darüber, wie gut sich das Herz an veränderte Situationen von Spannung (Einatmen) und Entspannung (Ausatmen) anpassen kann. Überwiegt ein Spannungszustand, kann sich das Herz nicht mehr variabel anpassen, sondern verharrt relativ starr in derselben Frequenz.

Abbildung I zeigt meine persönliche Ausgangsmessung vor Durchführung der Atemübung mit der Breath Ball App:

Auffallend ist die stark erhöhte Aktivität des Sympathikus (roter Balken, Anspannung) und die stark reduzierte Aktivität des Parasympathikus (blauer Balken, Entspannung).

Nach nur einigen Minuten bewussten Atmens lässt die Aktivität des Sympathikus nach und der Parasympathikus kann sich entfalten, die Starre des Anspannungszustandes löst sich auf.

So beweist die VNS Analyse, dass jeder mit einer einfachen Atemübung den negativen Folgen von Stress aktiv etwas entgegensetzen und wieder zu innerer Ruhe finden kann. Und das jederzeit, ohne großen Aufwand oder Kosten.

Mit Hilfe der App Breath Ball gelingt es besonders zu Beginn leicht und sicher. Denn wie bei allen positiven Veränderungen im Leben liegt auch hier das Geheimnis des Erfolges in der Regelmäßigkeit. Einmal ausprobiert wird sich dauerhaft nicht viel verändern. Regelmäßig angewendet, gerne mehrmals täglich, ist die bewusste Atmung ein mächtiges Instrument für eine Balance von Körper und Geist, Stress und innere Ruhe.

Zur Veranschaulichung: Bei einer flachen Brustatmung nehmen wir mit jedem Atemzug etwa einen halben Liter Luft auf, bei einer tiefen Atmung sind es bis zu vier Liter. Damit wird deutlich, mit wie viel mehr Sauerstoff wir unseren Körper durch die richtige Atmung versorgen. Außerdem kann so auch achtmal so viel schädliches Kohlendioxid ausgeatmet werden.

Langfristig sollte es natürlich das Ziel sein, andauernde Stresszustände zu vermeiden, auch wenn das nicht immer in unserer Hand liegt.

2 Kommentare zu „Innere Ruhe – wenn Atmung und Herz übereinstimmen“

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